Auf dieser Seite findet Ihr Gedichte und Geschichten von Tieren.... nicht nur für Meerschweinchen, sondern auch für alle unseren anderen kleinen Lieblingen. Die Texte sind teilweise sehr bewegend und traurig. Dies soll ein Ort der Trauer sein, aber doch auch ein Ort des Trostes und der Erinnerung.
Einige Gedichte und Verse sind für die Tiere, die uns und Euch eine Zeit lang im Leben begleitet haben. Denkt an Eure Lieblinge und erinnert Euch an die guten und auch an die vielleicht schlechten Zeiten
und .... es braucht sich hier niemand für seine Tränen zu schämen.
Denn Tot ist nur, wer vergessen ist!
Andere der hier aufgeführten Geschichten und Gedichte sind wiederum tiefsinnig, nachdenklich und sollen zum Teil auch nachdenklich machen.
Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur mit dem Unbegreiflichem zu leben!
Tiere, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen ...
Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.
Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph
DIE REGENBOGENBRÜCKE
Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu Fressen und zu Trinken und es ist warmes schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen. Es gibt nur eine Sache die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihrem Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellensich auf und die Augen werden ganz groß.
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller. Es hat Dich gesehen.
Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hälst ihn fest. Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder. Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens und Ihr werdet nie wieder getrennt sein...
Verfasser unbekannt
.......wann immer Du einen Regenbogen siehst, weißt Du, dass Dein Freund in Deiner Nähe ist.
Der doppelte Regenbogen hinter unserem Haus.. Wenn Ihr das Bild anklickt, kommt Ihr zu einem mit Musik unterlegtem, kleinen Film der Regenbogenbrücke.
Der Weg war zu steinig, der Berg zu hoch, die Kraft zu schwach und der Atem zu kurz. Da nahmen Dich die Engel in die Arme und sprachen: "Komm heim".
"Wenn Ihr mich vermisst dann sucht nicht bei den Toten Sucht in Euren Herzen denn Eure Erinnerung an mich hält mich am Leben"
Ich bin gegangen, nur einen kleinen Schritt und gar nicht mal weit. Und wenn Du dorthin kommst, wo ich jetzt bin, wirst Du Dich fragen warum Du geweint hast. Manchmal wollte ich verzagen, hab gedacht, ich trüg es nie. Und ich hab es doch ertragen, aber fraget nur nicht wie.
Es wird aussehen, als wäre ich tot, und das wird nicht wahr sein..... Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein, du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, gerade so zum Vergnügen... Und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst.
Antoine de Saint-Exupéry
Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein als lachten alle Sterne. Weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Nur du allein wirst Sterne haben die lachen können. Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Antoine de Saint-Exupery
Tretet her, Ihr meine Lieben. Nehmet Abschied weint nicht mehr. Hilfe konnt ich nicht mehr finden, meine Krankheit war zu schwer.
Dass mir der Hund das Liebste ist, sagst Du, oh Mensch, sei Sünde. Der Hund bleibt Dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde. Wir geben dem Tier das, was übrig bleibt an Zeit, Raum und Liebe, doch das Tier gibt uns alles was es hat.
Ganz still und leise, ohne ein Wort, gingst Du von deinen Lieben fort, Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch unvergessen; es ist so schwer, es zu verstehen, daß wir dich niemals wieder sehen.
(Verfasser unbekannt)
Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still. Und wenn sie sich dann weiterdreht, ist nichts mehr wie es war.
Wo Worte fehlen, das Unbeschreibliche zu beschreiben, wo die Augen versagen, das Unabwendbare zu sehen, wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können, bleibt einzig die Gewissheit, dass Du für immer in unseren Herzen weiterleben wirst
Wenn Tränen zu einer Treppe würden und man aus Erinnerungen einen Weg machen könnte dann würde ich sofort in den Himmel steigen und Dich wieder nach Hause holen mein Liebling! (Verfasser unbekannt)
Gedanken - Augenblicke, sie werden uns immer an dich erinnern und uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen!!! Verfasser unbekannt
Es weiß ja keiner, der es nicht erlebt, wie es ist, wenn einer die Flügel hebt und leise, leise sich auf die letzte Reise macht. Es weiß ja keiner, dem es nicht geschah, wie es ist, wenn einer nun nicht mehr da, wenn leer die Stätte von dem, den man hätte so gern noch nah. (Verfasser unbekannt)
Ich habe die Sonne des Tages gesehen, jetzt ist es Zeit, um schlafen zu gehen. Jetzt ist es Zeit, nach Sorgen und Wachen, die Augen in Frieden zuzumachen. Doch wem ich ein wenig Licht gegeben, der lasse mich in seinem Herzen weiterleben.
(Verfasser unbekannt)
Wehe, dem Menschen, wenn auch nur ein Tier im Strafgericht Gottes sitzt.
hl. Franziskus von Assisi, Schutzpatron der Tiere
Obwohl wir Dir die Ruhe gönnen, ist doch voll Trauer unser Herz; denn Dich leiden sehen und nicht helfen können, war unser aller größter Schmerz. Schlaf nun in Frieden, ruhe sanft und hab für alles vielen Dank (Verfasser unbekannt)
Ein kleiner Engel kam, lächelte und kehrte um.
Kleines Herz, Du musstest gehen. Kleines Herz , kann’s nicht verstehen. Ein Engel kam und trug Dich fort, In einen schöneren, besseren Ort. Kleines Herz Du wirst vermisst, Weil man Dich hier niemals vergisst. So, ruhe sanft, im Ort der Liebe, Ich wünsche Dir kleines Herz, Den Friede. (Verfasser unbekannt)
Weinet nicht, wenn ich scheide, wisset, dass ich nicht leide. Meine Kräfte waren aufgezehrt, All´ Mühen hätt´mein Leiden nur vermehrt. (Verfasser unbekannt)
Gekämpft hast Du alleine, gelitten haben wir gemeinsam, verloren haben wir alle.
Wenn es soweit ist
Bin ich dereinst gebrechlich und schwach Und quälende Pein hält ständig mich wach - Was Du dann tun musst, tu es allein. Die letzte Schlacht wird verloren sein.
Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl. Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll. An diesem Tag, mehr als jemals geschehen, Muss Deine Freundschaft das Schwerste besteh'n.
Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück. Furcht vor dem Muss ? Es gibt kein Zurück. Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei. Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss. Nur, bitte bleibe bei mir bis zum Schluss. Und halte mich fest und red mir gut zu, bis meine Augen komme zur Ruh.
Mit der Zeit, ich bin sicher, wirst Du es wissen, es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen. Vertrauendes Quiken ein letztes Mal Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist, der Herr dieser schweren Entscheidung ist. Wir waren beide so innig vereint. Es darf ruhig sein, dass Dein Herz um mich weint.
(Verfasser unbekannt)
Steht nicht weinend an meinem Grab. Ich schlafe nicht da; schaut nicht hinab. Ich bin die tausend Winde, die wehn. Ich bin der diamantene Schimmer auf dem Schnee. Ich bin auf reifem Korn der Sonnenstrahl. Ich bin der sanfte Herbstregen im Tal. Steh nicht an meinem Grab in Kummer und Not, ich liege nicht da, ich bin nicht tot
Verfasser: Dan Millmann
Alles hat seine Zeit, die Zeit der Liebe, der Freude und des Glücks, die Zeit der Sorgen und des Leids. Es ist vorbei. Die Liebe bleibt.
Still, seid leise, es ist ein Engel auf der Reise! Er konnt' nur ganz kurz bei Euch sein, warum er ging, weiss Gott allein. vergesst ihn nicht, war er auch klein! Ein Hauch nur bleibt von ihm zurück, in eurem Herzen ein großes Stück. Er wird jetzt immer bei euch sein, vergesst ihn nicht,war er auch klein!
Geht nun ein Wind an mildem Tag, so denkt, es war sein Flügelschlag! Und wenn ihr fragt, wo mag er sein? Ein Engel ist niemals allein!!! Er kann jetzt alle Farben sehen, auf Pfoten durch die Wolken gehen! Und wenn ihr ihn auch so vermisst, und weint, weil er nicht bei Euch ist, dann denkt, im Himmel wo es ihn jetzt gibt, erzählt er stolz: Ich werd‘ geliebt!!! (Verfasser unbekannt)
Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein war Teil von unserem Leben. Drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen.
(Verfasser unbekannt)
Im Tal des Regenbogens
Kleines Seelchen in der Nacht, hast mir so viel Glück gebracht, mußtest gehen, bist nun fort, weit an einem schönen Ort. Regenbogen, Wasserfall, grüne Wiesen überall, spielen, toben, frohes Treiben hier willst Du ganz sicher bleiben. Kleines Seelchen warte dort, wart auf mich an diesem Ort, eines Tages, Du wirst sehen, werden wir uns wieder sehen.
Einmal wenn wir uns wieder sehen, werden wir gemeinsam gehen, in die Ewigkeit, ins Morgen, hier gibt es nie wieder Sorgen. Mensch, sei gut zu Deinem Tier, denn gemeinsam wollen wir, doch die Ewigkeit verbringen.
Kleines Seelchen in der Nacht, hast mir oftmals Freude gemacht, Dank, sag ich an dieser Stelle, geh nun über diese Schwelle. Geh nach Haus zu all den Lieben, sieh, sie warten auf Dich drüben, mach Dir keine Sorg`um mich Seelchen, ich vergess` Dich nicht!
(Verfasser unbekannt)
Eines nachmittags wachtest du nicht mehr auf, die Vögel sangen wie sie gestern sangen. Nichts ändert diesen Tagesablauf. Nur Du bist fortgegangen. Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen Dir Glueck.
(Goethe)
"Es ist eine der Grausamkeiten dieser Welt, dass die Lebensdauer des Hundes um so vieles kürzer ist als die des Menschen." (Konrad Lorenz)
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. Joh. Wolfgang v. Goethe
"Wenn mir mein Hund das liebste war; denk nicht, es wäre Sünde. Mein Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde." (Verfasser unbekannt)
Der Seestern
Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging, sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und ins Meer warf. Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue.
Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen bleiben.
„Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und tausende von Seesternen liegen hier,“ erwiderte der Alte. „ Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?“
Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er:
„Für diesen hier macht es einen Unterschied!“ (Verfasser unbekannt)
Dein Hund
Wenn alle Dich meiden und hassen, ob mit oder ohne Grund, wird einer Dich niemals verlassen und das ist Dein treuer Hund
Und würdest Du ihn sogar schlagen, ganz herzlos und ohne Verstand, er wird es geduldig ertragen und leckt Dir dafür noch die Hand.
Nur Liebe und selbstlose Treue, hat er für Dich immer parat, er beweist es Dir täglich auf's Neue, wie unsagbar gern er Dich hat.
Nennst Du einen Hund Dein Eigen, wirst Du nie verlassen sein und solltest von Einsamkeit schweigen, denn Du bist doch niemals allein.
Wird einst der Tod Dir erscheinen und schlägt Dir die letzte Stund', wird einer bestimmt um Dich weinen und das ist Dein treuer Hund.
Drum schäme Dich nicht Deiner Tränen, wenn einmal Dein Hund von Dir geht... ... nur er ist, das will ich erwähnen, ein Wesen, das stets zu Dir steht.
(Verfasser unbekannt)
Ausgelitten hab` ich nun, bin an dem frohen Ziele, von den Leiden aus zu ruhen, die ich nicht mehr fühle.
Wäre noch so gerne geblieben daheim bei meinen Lieben, doch Gott bestimmte meine Zeit, und rief mich in die Ewigkeit
Kleine Seele wir lassen Dich gehen, und hoffen, dass wir uns wieder sehn.
Das Testament einer Katze
Wenn Menschen sterben machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich würde auch solch´ ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner wurde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten in liebendem Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann sag´ bitte nicht:
„Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh!“ Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib´ ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles, was ich geben kann. (Verfasser unbekannt)
Er ist eben mein Hund.
Er ist mein drittes Auge, das über die Wolken blickt, mein drittes Ohr, das über die Winde lauscht. Er ist der Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt. Wie er sich an meine Beine lehnt, beim leisesten Lächeln mit dem Schwanz wedelt, seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe, all das sagt mir tausendmal, dass ich der einzige Grund seines Daseins bin.
Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne. Bin ich wütend, bringt er mich zum lachen. Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt. Mache ich mich zum Narren, sieht er darüber hinweg. Gelingt mir etwas, lobt er mich.
Ohne ihn bin ich ein Mensch unter vielen. Mit ihm bin ich stark. Er ist die Treue selbst. Er lehrt mich die Bedeutung der Hingabe. Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden.
Er lehrt mich verstehen, wo vorher meine Ignoranz war. Sein Kopf auf meinem Knie heilt meine menschlichen Schmerzen. Seine Gegenwart schützt mich vor Dunkelheit und Unbekanntem. Er versprach auf mich zu warten, wann und wo auch immer, denn ich könnte ihn ja brauchen.
Und ich brauche ihn – wie schon immer.
Er ist eben mein Hund.
aus dem englischen Original „He`s my dog“, Verfasser: Gene Hill
Gedanken einer sterbenden, unbekannten Hauskatze
Es war ein regnerischer Tag, als ich von meinem zuhause noch einmal einen Streifzug durch die große Wiese machen wollte.
Der Rasen und die Büsche waren nass und es war mir eigentlich doch zu ungemütlich, bei diesem Wetter noch draußen zu bleiben. Ich wollte so schnell wie möglich wieder nach Hause, denn nun fing auch schon wieder der Regen an.
Die breite Straße die mich von meinem schönen, trockenen Zuhause trennte schien mir leer und der Asphalt glänzte vor Nässe.
Ich lief so schnell ich konnte los - doch das Auto war auf einmal da. So schnell kam es auf mich zu.
Die Scheinwerfer blendeten meine Augen - und plötzlich spürte ich einen schlimmen, ganz schlimmen Schmerz.
Ich wurde durch die Luft geschleudert und fiel mit meinem Körper auf die Kante der Straße, die dort angebracht war, weil da ein Rasen und Bäume wuchsen.
Ich hatte so furchtbare Schmerzen, und ich hatte solche Angst.
Als ich mein Köpfchen hob, sah ich das Auto, das mich angefahren hatte und ich konnte es nicht verstehen: es fuhr weiter, es fuhr einfach weiter und ließ mich hier liegen!
Und ich hatte doch solche Schmerzen! Ich versuchte aufzustehen, doch es ging nicht. Mein Hinterbein tat so schrecklich weh und auch das Luft holen fiel mir furchtbar schwer.
Jetzt fing es auch noch ganz stark zu regnen an und ich spürte wie sich um mich herum eine Pfütze bildete. Das Wasser auf der Straße wurde immer höher und ich hatte kaum noch Kraft meinen Kopf hochzuhalten. Wasser lief in meine Nase, lief in meinen Mund, und es tat so furchtbar weh! Autos fuhren an mir vorbei. Es waren viele Autos, und immer wieder versuchte ich mein Köpfchen zu heben damit die Menschen die in den Autos fuhren sehen konnten dass ich Hilfe brauche - doch keiner hielt an. Ich weinte vor Schmerzen, doch niemand sah meine Tränen. Niemand war da, sie fuhren alle an mir vorbei. Ich fühlte, dass mein Leben zu Ende ging und ich wollte doch noch gar nicht sterben! Ich war doch immer lieb gewesen! Ich habe doch so gern mit den Menschen geschmust und sie nie gekratzt. Ich habe doch auch meinen kleinen Menschenfreund mit seinen Eltern rechtzeitig geweckt als das Feuer ausgebrochen war! Habe ich mich nicht immer mit Zärtlichkeiten bedankt und meine Liebe zu den Menschen gezeigt, weil ich ihnen so vertraute?
Ich fing an zu frieren. Es war so kalt und ich hatte so entsetzliche Schmerzen!
Warum ihr Menschen fahrt ihr alle an mir vorbei? Warum helft ihr mir denn nicht? Ich möchte noch nicht sterben! Ich bin doch erst drei Jahre alt!
Ich weiß nicht wie lange ich in dieser nassen Pfütze gelegen habe. Ich wurde auf einmal ganz müde. Ich versuchte mein Köpfchen aus der Pfütze herauszuhalten, doch ich hatte keine Kraft mehr. Mein Kopf fiel ins Wasser zurück und ich dachte: "Jetzt ist es aus. Jetzt stirbst du."
Da - auf einmal waren Menschen da. Sie streichelten meinen kalten Körper und hoben mich hoch. Ich wurde in eine Jacke eingewickelt und vorsichtig in ein Auto getragen. ich freute mich, trotz meiner schlimmen Schmerzen so sehr! Es gab doch noch gute Menschen die mir helfen wollten.
Sie fuhren mich zu einem Tierarzt der ganz in der Nähe war und ich versuchte ganz ruhig zu bleiben damit ich meine Schmerzen besser ertragen konnte.
Die Menschenfrau die mich trug streichelte mich unentwegt, die beiden Kinder im Auto weinten vor Sorge um mich, und die Fahrerin bemühte sich vorsichtig zu fahren damit ich keine Erschütterungen spürte. Ich dachte an meine Familie zu hause, an die guten Leckerchen, die ich immer bekam und ich freute mich so sehr, dass man mir helfen wollte.
Die fremden Menschen waren so besorgt und wie gern wollte ich weiterleben in dieser Menschenwelt!
Ich hörte die Fahrerin sagen: "endlich, wir sind da - jetzt wird alles gut!" - Da wurde es um mich plötzlich dunkel und kalt, und ich spürte - es war zu spät! Ich hatte keine Kraft mehr in meinem Körper und fühlte auch keine Schmerzen mehr! In den Armen der fremden Frau schlief ich für immer ein, als sie mit mir an der Haustür des Tierarztes stand.
Danke den Menschen, die mich nach endlos langer Zeit schwer verletzt mitnahmen um mein Leben zu retten;
Danke den beiden Kindern, die vor Sorge um mich, einer unbekannten Hauskatze, weinten.
Verachtung den Menschen, die so herzlos sind an einem schwer verletzten Tier vorbeizufahren
Die nachfolgende Geschichte kommt aus Amerika. Sie handelt von einem Welpen in einem Petshop, einer Tierhandlung. Sie darf, ja sie soll weiterverbreitet werden, da auch bei uns immer noch viel zu viele Tiere von gewissenlosen Händlern auf Märkten zum Verkauf angeboten werden und sich leider auch immer wieder Käufer dafür finden. Oft sind diese Tiere krank. Auch wenn es nicht immer gleich so schlimm ausgeht, wie in Lea´s Geschichte, so sind doch Kummer und Leid bei Tier und Halter groß. Wir alle werden dringend dazu aufgerufen, zukünftige Hundehalter/Tierhalter zu informieren und aufzuklären. Wenn wir ein Tier erwerben wollen, sollten wir uns an einen wirklich verantwortungsvollen Züchter wenden. Und denkt bitte stets daran, auch in den Tierheimen warten unzählige Tiere darauf, wieder in liebevolle Hände zu kommen.
. Die traurige Geschichte von Lea
Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.
Als sie mich meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven ginge.
So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten, wie wir beide zitterten - ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "Oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.
Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich sollte verbilligt nun abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.
Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles wieder gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen.
Ich heiße jetzt Lea.
Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.
Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.
Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und " man kann nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen, um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.
Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten ! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute ganz viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich......Gott sei dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.
Ein Traum: Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie "Auf Wiedersehen" auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.
Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, doch es sollte nicht sein. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir ja so sehr Leid, aber ich war halt nur eine Händlerware.