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DIE ANSCHAFFUNG:

Vor der Anschaffung von Meerschweinchen sollten Sie sich schon sehr gut über die Haltung, Ernährung, Kosten und weiteres informieren, damit sich die Kleinen auch wohl fühlen können. Meerschweinchen sollten niemals alleine gehalten werden, sie sind Rudeltiere und fühlen sich nur wohl wenn sie nicht alleine sein müssen. Kuschelstunden und die Beschäftigung mit einem Menschen reichen hier noch lange nicht aus. Alleine in einem Käfig… es wäre Tierquälerei und noch dazu purer Stress für die Tiere. Sie würden alleine gehalten mit der Zeit apathisch und würden ihre Lebensfreude – die sie mit Gesellschaft haben – nicht mehr zeigen.  Und gerade das muntere Miteinander ist es doch, was uns allen an den Schweinchen so gut gefällt.

Da sie im Durchschnitt ca. 6-8 Jahre oder manchmal auch älter werden können, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, das wenn man sie kauft, die komplette Lebenszeit über die Verantwortung für dieses Lebewesen übernehmen muss.

Meerschweinchen sind eigentlich sehr unkompliziert zu halten und man sagt es wären die idealen Tiere für Kinder. Sind sie das wirklich? Wie bei anderen Haustieren auch sind die Halter der Tiere grundsätzlich die Eltern und Sie, die Eltern tragen die Verantwortung dafür. Wer sich oder seinem Kind Meerschweinchen holen möchte, sollte bedenken, dass ein Kind das Interesse an den Tieren verlieren könnte oder sich die Lebensumstände ändern! Was wird dann aus den Schweinchen? Meerschweinchen sind sehr zart und zerbrechlich und gerade bei kleinen Kindern ist höchste Vorsicht geboten beim festhalten. Ohne es zu wollen können Kinder durch einen zu festen Griff dem Schweinchen die Rippen brechen oder wenn es zappelt es fallen lassen.

Meerschweinchen sind sehr geduldig und viele von ihnen sehr verschmust. Sie können mitunter aber auch sehr energisch, durch lautes quieken und aufstellen an den Gittern ihres Käfigs, ihr Futter und Aufmerksamkeit einfordern.

 

Stellen Sie sich folgende Fragen:

Sind sie bereit mindestens 2 Meerschweinchen zu nehmen? Eins alleine wäre Tierquälerei!

Sind Sie bereit dazu, wenn ein Schweinchen krank ist, unter Umständen viel Geld beim Tierarzt zu lassen, obwohl ein neues Schweinchen viel billiger wäre?

Sind Sie bereit die Kosten für Futter, Pflege und evtl. Urlaubsbetreuung zu übernehmen?

Sind sie bereit – die Pflege zu übernehmen, wenn ihr Kind kein Interesse mehr hat?

Sind alle Familienmitglieder mit dem Kauf einverstanden?

Gibt es Tierhaarallergien in der Familie?

Sind sie bereit - sie auch zu behalten, wenn sich herausstellt, dass sie nicht gerne kuscheln und schmusen?

Sind sie sich darüber im Klaren, dass die Sauberhaltung des Käfigs einiges an Zeit in Anspruch nimmt und dass es dabei "keine Lust" nicht geben darf?

Steht ausreichend Platz zur Verfügung um den Meeris ein geräumiges Nagerheim und den täglichen Auslauf zu gewähren?

Ertragen Sie es wenn das Meerschweinchen Haarlinge, Milben, einen Pilz o.ä. haben? Oder ekeln Sie sich vielleicht zu sehr davor?

Wenn Sie alle Fragen mit "Ja" beantworten können, steht der Anschaffung nichts mehr im Wege.


DER KÄFIG, DIE AUSSTATTUNG UND DER STANDPLATZ

Was sie als Grundausstattung für zwei Meerschweinchen benötigen:

1 Käfig von mindestens 1,40 Meter Länge

1 Häuschen, Unterstand, Kuschelrolle o.ä. – evtl. ein Brett als 2. Etage

1 Futternapf

1 Wasserflasche

1 Heuraufe

1 Transportbox – so groß das 2 ausgewachsene Schweinchen hineinpassen.

Einstreu, Futter und Heu sollten schon vor dem Einzug besorgt sein.

Der Käfig und die dazugehörigen Ausstattungen sollten schon vor der Anschaffung der Schweinchen vorhanden und für den Einzug vorbereitet sein. Es wäre unnützer und zusätzlicher Streß für die Tiere wenn sie erst noch in einem Pappkarton oder in einer Transportbox darauf warten müssten bis der Käfig dann endlich mal vorbereitet ist.

Für 2 Meerschweinchen sollte der Käfig eine Mindestmaß von 1,40 x 50 cm haben… hier gilt allerdings „je Größer – je besser“. Es sollte ein Häuschen, eine Weidenbrücke, ein Unterstand oder eine Kuschelröhre o.ä. als Versteckmöglichkeit hinein. Ein Futtertopf, eine Wasserflasche und eine Heuraufe sind erforderlich. Da viele Schweinis auch gerne im Heu rumwuseln sollte man eine extra Portion lose in den Käfig legen. Das Einstreu sollte man ca. 6-10 cm dick einstreuen.

Um den Schweinchen mehr Platz in einem Käfig zu bieten empfiehlt es sich hier eine zweite Etage in Form eines Holzbretts einzufügen. Dadurch kann man sich auch ein Häuschen sparen da die Tiere das Brett als Unterstand nutzen können und nach unserer Erfahrung auch gerne annehmen. Wenn kein Häuschen benötigt wird bleibt natürlich auch ein wenig mehr Platz zum rennen.

Wer etwas handwerklich geschickt ist hat auch die Möglichkeit einen s.g. Eigenbau – meistens aus Holz - für die Meerschweinchen selber zu bauen. Hierfür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Eigenbauten bieten in der Regel mehr Platz, man kann wenn man nicht so viel Platz zur Verfügung hat eben auch mal in die Höhe bauen. Siehe mal unter „unser Stall“ unsere Krankenstation als Beispiel, auch im Internet werden viele Beispiele gezeigt. Bei einem Eigenbau sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann Häuschen – Etagen – Unterstände – Aufgänge – Röhren usw. alles mit hineinbauen… und trotzdem kann viel Platz zum rennen zur Verfügung stehen.


EINSTREU UND EINSTREUSORTEN:

Sägespäne sind unter den Eintreusorten am beliebtesten. Sie saugen die Flüssigkeiten gut auf und riechen kaum. Leider gibt es auch hier Sorten die mehr oder weniger stauben, allerdings gibt es heutzutage extra staubarme Holzspäne.  Auf dem Kompost verrottet es sehr schlecht!

Heu und Stroh eignen sich als Einstreu eigentlich gar nicht, es saugt auch nicht auf... unsere Schweinis sollten dies in einer Heuraufe angeboten bekommen damit sie es fressen können.

Leinstroh - ist teurer als Sägespäne und aus unserer Erfahrung heraus sehr rutschig und es riecht schneller. Verrottet auf dem Kompost.

Hanfeinstreu - ist relativ teuer und man sollte es selber ausprobieren ob man damit zurecht kommt oder lieber nicht. Verrottet auf dem Kompost.

Pellets - sind auch nicht gerade die preiswertesten und könnten die Tiere an den Füßchen verletzen da sie sehr hart sind. Sie sind allerdings sehr saugfähig und lassen sich gut kompostieren.

Katzenstreu - bitte gar nicht verwenden, wenn die Tiere es fressen kann es im Schweinemagen aufquellen und zum Tod des Tieres führen!

Papier- und Papierschnipsel - eigen sich gar nicht... es saugt nicht auf und Zeitungspapier enthält Druckerschwärze was den Tieren schaden könnte.

Entsorgung - Hier in Dortmund muss das Einstreu, da ja Tierkot darin enthalten ist, über die graue Tonne entsorgt werden!!! Es darf wohl auf den eigenen Komposter - soweit vorhanden. In die Bio-Tonne darf es nicht. Sammeln und dann zur Kippe (betrifft Dortmund) bringen ist auch nicht - es wird nicht angenommen. Leider ist dies von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich. Je nachdem wieviele Tiere man hat, fällt auch entsprechend Einstreu an! Die Kosten hierfür sind ebenfalls zu berücksichtigen.


DER STANDPLATZ:

Der Käfig sollte geschützt vor Zugluft gestellt werden, da Meerschweinchen sehr schnell mit Atemwegserkrankungen reagieren.
Der Käfig sollte nicht in der prallen Sonne stehen, da die Meerschweinchen sehr schnell an einem Hitzschlag sterben können.
Nicht unmittelbar neben Heizkörper! Bei Betrieb einer Fußbodenheizung sollte der Käfig nicht direkt auf den Boden gestellt werden, weil es sonst zu warm für die Tiere wird. Kälte wird viel besser vertragen als zuviel Wärme.


FREILAUF

Jedes Meerschweinchen welches einigermaßen zahm ist und nicht in einem großen Käfig oder Eigenbau lebt sollte zwischendurch Freilauf bekommen. Dies kann auch das Käfigoberteil sein. Für die Gesundheit der aktiven und neugierigen Tiere ist es wichtig das sie genügend Bewegung bekommen, es hält sie fit und schlank. Es ist auch einfach toll dabei zuzusehen wie sie durch die Gegend flitzen und dabei vielleicht auch noch popcornen. Damit man sie nach dem Freilauf auch wieder problemlos einfangen kann, sollten sie schon einigermaßen an Menschenhände gewöhnt sein.

Da es allerdings auch immer wieder Gefahrenquellen - auch in der Wohnung - gibt, ist es erforderlich die Fläche gut auf Gefahren hin zu kontrollieren. Da Meerschweinchen dazu neigen vieles einfach mal zu probieren und anzunagen sind z.Bp. Kabel so zu verlegen das die Schweinis nicht daran können... sie vertragen die 220 Volt einfach nicht!

Auch sollten Sie darauf achten das die Schweinchen nirgendwo eingeklemmt werden können... z.Bp. hinter Türen und Schränke. Auf sie drauf zu treten... alles schon passiert... bitte darauf sehr achten. Giftige Zimmerpflanzen sind so zu stellen das die Kleinen nicht daran können, auch herunterfallende Blätter dürfen nicht in den Bereich des Freilaufs fallen können. Ein Freilauf im Garten sollte gut eingezäunt sein damit fremde Tiere nicht daran und unsere Schweinzels nicht ausbrechen können. Draußen sollten im Auslauf auch einige Versteckmöglichkeiten gegeben sein, die Wiese sollte trocken sein. Die Tiere sollten nicht gerade bei Regen oder Schnee draußen rumlaufen - ebenso nicht bei extremer Hitze. Bitte darauf achten das auch die Sonne wandert! Auch ist die Wiese im Garten auf evtl. giftige Pflanzen zu kontrollieren.

Falls Sie oder Ihre Nachbarn noch andere Haustiere haben wie eben Hunde oder Katzen... haben Sie sie bitte im Auge - anderfalls betrachten einige die Schweinchen als Spielzeug oder Leckerbissen.


JUNGE ODER MÄDCHEN – GLATTHAAR ODER LANGHAAR – WELCHE FARBE?

Bevor man sich für die Meerschweinchen entscheidet sollte man überlegen ob man nun lieber Böcke oder Mädel nimmt.  

Böckchen stinken nicht, auch wenn viele Menschen meinen es wäre so! Sie vertragen sich normalerweise sehr gut wenn sie von klein auf zusammen sind. Sie sollten allerdings nie den Kontakt mit den Mädels haben, sonst kann es mit der Männerfreundschaft schnell vorbei sein. Die Böckchen werden meistens sehr zutraulich und super schmusig. Das hinzusetzen weiterer Böckchen kann… muss aber nicht unbedingt zu Problemen führen. Es gibt viele große Bockgruppen die sich außerordentlich gut verstehen. Wenn immer nur Böckchen zusammen leben, müssen sie auch nicht kastriert werden. Falls nach ein paar Jahren mal eins der Böckchen versterben sollte, kann man meisten nur ein Babyböckchen dazusetzen ohne das zu Problemen kommt.

Mädel können aber echt kleine Zicken sein! Eine Zusammenführung mehrerer Mädel stellt in aller Regel aber keine Probleme dar.

Optimal und was wir bevorzugen ist die Zusammensetzung 1 kastrierter Bock und ein Mädel... wobei in eine harmonische Gruppe auch 3 Mädel toll passen. Im Normalfall ist dies eine sehr gute Zusammensetzung und auch meistens eine fröhliche und lustige Truppe.

Ob man nun ein Tier mit strubbeligen, glatten, kurzen, gelockten oder langen Haaren nimmt, ist und bleibt eine persönliche Geschmacksache. Bei den langhaarigen Tieren sollte man jedoch bedenken, dass sie wenigstens 1- bis 2-mal in der Woche gekämmt oder gebürstet werden müssen. Einstreu, Urin und ab und an auch mal Knöddelchen bleiben schon mal im Fell hängen. Bei weißen und/oder hellen Tieren können sich schon mal am Hinterteil leichte Verfärbungen zeigen.

Die Farbe spielt nur für uns Menschen eine Rolle… dies ist bei der Auswahl eines Liebhabertieres reine Geschmacksache.


WIE SOLLTE EIN GESUNDES MEERSCHWEINCHEN AUSSEHEN?

Das Tier sollte einen klaren Blick haben. Die Augen müssen glänzen!

Das Tier sollte lebhaft sein!

Die Genitalien sollten sauber sein!

Die Krallen sollten gerade sein!

Die Zähne müssen weiß und gerade sein!

Das Tier sollte keine Verletzungen oder schorfige Stellen haben.

Nase, Ohren und Lippen müssen trocken und sauber sein – ohne Krusten.

Das Fell sollte schön glänzen! Bei glatthaarigen Tieren sieht man dies sehr gut – bei strubbeligen wie Rosetten oder langhaarigen Tieren etwas weniger!

Es sollte wohl gefüttert aber nicht zu dick erscheinen

Es sollte kräftig sein aber keinen Buckel oder einen eingefallenen Bauch haben.

Achten Sie auf die Atmung der Tiere, eine pfeifende, röchelnde oder knatternde Atmung kann auf eine Infektion deuten.

Der Kot sollte trocken und wie kleine Böhnchen geformt sein. Nasser, weicher und klebriger Kot kann auf eine (Darm-) Infektion oder Durchfall deuten!

Sehen Sie sich auch die anderen Tiere an mit denen das Tier Ihrer Wahl sich die Unterkunft teilt. Wenn diese nicht sehr vital oder gar krank aussehen, könnte auch das von Ihnen ausgewählte Tier krank sein!


WO BEKOMME ICH MEIN MEERSCHWEINCHEN HER?

Aus dem ZOOLADEN: In Zoogeschäften und teilweise sogar schon in Bau- und Gartenmärkten werden heutzutage Meerschweinchen verkauft. In den meisten Läden sitzen die Schweinchen auf viel zu engem Raum zusammen und warten darauf von Käufern mitgenommen zu werden. Da die Tiere ja meistens auch ach so niedlich sind, verleiten die Geschäfte somit schnell zu Spontankäufen die dann auch schon mal nach hinten losgehen können. Allerdings haben auch diese Tiere ein wirklich schönes und dauerhaftes Zuhause verdient. Die Beratung in Zooläden o.ä. bleibt meistens auf der Strecke, weil die wenigsten Verkäufer wirklich Ahnung von Meerschweinchen haben. Teilweise können die Verkäufer noch nicht einmal Bock und Mädel auseinander halten.

Aber wer genau hinschaut und die Tiere beobachtet, dem kann schon eine Menge auffallen:

Achten Sie auf die Sauberkeit der Käfige/Gehege/ Boxen – wo auch immer die Tiere in Geschäften untergebracht sind.

Sitzen die Tiere trocken? Oder sitzen sie vielleicht in einem stark verschmutzten Stall?

Haben die Tiere mindesten Heu und Wasser zur Verfügung? Vielleicht auch Obst/Gemüse?

Liegen vielleicht verschimmelte Obst- Gemüsereste darin?

Kratzen sich die Tiere vielleicht auffällig oft?

Sind die Schweinchen nach Geschlechtern getrennt? Wenn nicht… es könnte passieren dass Sie ein trächtiges Schweinchen kaufen! Was wird dann mit dem Nachwuchs? Was passiert wenn in der Zeit der Trächtigkeit etwas schief läuft?

Aus dem TIERHEIM oder einer NOTSTATION: Die meisten Tierheime und Notstationen haben fast immer "Second-Hand-Meerschweinchen" zur Abgabe. Diese Tiere sitzen im Tierheim/Notstation weil viele Menschen sich diese unüberlegt gekauft haben. Sie haben zuviel Arbeit gemacht… Allergien sind auf einmal da… oder man hat einfach keine Lust mehr auf die Meerschweinchen, natürlich gibt es auch wirkliche Notfälle. Einige dieser Schweinchen wurden leider auch einfach irgendwo ausgesetzt. Viele von ihnen stammen aus Kinderzimmerverpaarungen, weil es ja so schön ist einmal Babys zu haben. Leider passiert dies heut zu Tage noch viel zu häufig. Aber egal aus welchem Grund, auch diese Tiere haben ein Recht auf ein schönes und liebevolles zuhause. In den Tierheimen und Notstationen werden sie auch noch gut beraten und die Tiere die dort leben werden meistens auch tierärztlich versorgt. Tierheime und Notstationen geben meistens die Tiere nur mit einem s.g. Schutzvertrag raus, einige von ihnen kontrollieren vor der Übergabe, wie auch nach einiger Zeit noch die Haltung und die Haltungsbedingungen.

Vom ZÜCHTER: Wenn Sie unter allen Umständen nach einer ganz bestimmten Rasse oder Farbe suchen oder wirklich einiges an Fachberatung wünschen, kann Ihnen wahrscheinlich ein entsprechender Züchter am besten weiterhelfen. Hier kann es auch schon mal passieren dass Sie ein ganzes Weilchen auf die Warteliste kommen, bis ein für sie passendes Tier vorhanden ist. Manche Züchter geben auch ältere Liebhabertiere, das sind Tiere die nicht zur Zucht eingesetzt werden oder Rentnertiere, das sind die Tiere mit denen nicht mehr gezüchtet wird, ab. Die Züchter verpaaren die Tiere nicht am laufendem Band, sondern halten die Zuchtpausen ein damit sich die Weibchen von der Trächtigkeit und dem säugen der Jungen wieder richtig erholen können. Lassen Sie sich von einem Züchter ruhig die Haltung der Tiere zeigen. Er wird Ihnen auch die Elterntiere zeigen können und sie normalerweise in allen wichtigen Punkten gut beraten. Die Beratung geht auch über den Kauf hinaus, wie das regelmäßige Krallenschneiden, Urlaubspflege, Tipps zur Haltung, Ernährung und vielem mehr. Falls man aus welchem Grund auch immer die Tiere nicht mehr behalten kann, nehmen die meisten Züchter die Tiere kostenlos zurück oder helfen bei der Weitervermittlung in neue liebe Hände. Und natürlich… sie gibt es auch… die schwarzen Schafe unter den Züchtern, wo die Mädel dauerhaft beim Bock sitzen um möglichst viele Babys zu bekommen, diese Babys landen dann wieder oftmals im Zoogeschäft oder in Tierheimen. Leider wird hier bei vielen weder auf die Gesundheit noch auf irgendwelche züchterische Fähigkeit wert gelegt – es zählt nur, was unterm Strich in der Kasse übrig bleibt.  Schauen Sie sich also auch ruhig mehrere Züchter ganz in Ruhe an und sprechen Sie mit ihnen. Machen Sie sich am besten ihr eigenes Bild von der Haltung und der Beratung. Erst wenn man mehrere Zuchten gesehen hat und einige Zuchten besuchen durfte, erkennt man auch die Unterschiede unter den Züchtern.


DIE ABHOLUNG 

Wenn Sie sich nun entschieden haben, welche Tiere sie in Ihr Herz geschlossen haben, steht dem Umzug ins neue Heim nichts mehr im Wege. Der Käfig steht fix und fertig da – die Tiere sind ausgesucht… und man holt die Tiere welche man haben möchte. Machen Sie für die Abholung Ihre Transportbox fertig. Einstreu etwas Heu, Gurke und Möhre sollten für kurze Strecken reichen. Sollte es gerade Hochsommer sein, legen Sie die Abholung in die frühen Morgenstunden oder in die Abendstunden, unsere Autos können  sich so sehr aufheizen das die Schweinchen sonst einen Hitzschlag bekommen könnten. Wenn die Schweinchen in der Transportbox sind und sie losfahren, sollten Sie auf den direkten Weg nach Hause fahren… bitte nicht erst noch den Großeinkauf dazwischen schieben, es ist für die Tiere so schon sehr stressig… und die Schweinchen behutsam in den vorbereiteten Käfig übersiedeln. Den ersten Tag sollte man die Tiere ganz in Ruhe lassen damit sie ihre neue Wohnung begutachten können. Sie werden noch ängstlich sein und sich beim leisesten Geräusch irgendwo verstecken. In den Tagen der Eingewöhnung kann man sich immer wieder ein paar Minuten vor den Käfig setzten und mit ihnen beruhigend sprechen. Langsam immer mal die Hand mit einem Stückchen Gurke hinhalten damit die Tiere merken dass nichts Schlimmes passiert. Mit viel Liebe und Vertrauen kann man wahnsinnig viel erreichen. Im Laufe der Zeit gewöhnen sich auch die Schweinchen an uns und das harmonische Miteinander steht an erster Stelle.

UND NUN WÜNSCHEN WIR EUCH VIEL SPASS MIT EUREN NEUEN MEERSCHWEINCHEN….  




Verfasser: © by Birgit Neumann                       06. September 2007

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